Angebote zu "Schmerz" (9 Treffer)

Kategorien

Shops

Vom Schmerz der Hochbegabung
14,90 € *
ggf. zzgl. Versand

Helga Thieroff spürt in diesem biografischen Sachbuch dem Leben ihres hochbegabten Sohnes Kai nach, von der Geburt bis zu seinem Freitod im Alter von 21 Jahren. Dabei beleuchtet sie die Stationen in Kais Leben nicht allein aus der Perspektive der Mutter, die, ihr Kind begleitend, eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Mit professionellem Blick zeichnet sie auch das ´´Anderssein´´ hochbegabter Kinder und Jugendlicher nach und zeigt auf, welchen Problemen und Missverständnissen sich diese jungen Menschen in Schule und Gesellschaft ausgesetzt sehen.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Das spröde Licht
17,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Tomás González ist einer der aufregendsten Erzähler Kolumbiens. Seine Romane kommen scheinbar leise daher, aber sie haben einen langen Nachhall, sie nisten sich tief im Herzen ein. So auch ´´Das spröde Licht´´. Eine Familie, drei Söhne. Jacobo, der Älteste, ist nach einem schweren Unfall vom Hals ab gelähmt. Das ist nicht das Schlimmste, das Schlimmste sind die Schmerzen, die so unerträglich werden, dass er ihnen schließlich im Freitod ein Ende setzt. In einer klaren, messerscharfen Sprache erzählt Tomás González die Geschichte einer Familie, die es vermag, den Tod in ihr Leben zu lassen, um sich umso mehr ihrer Liebe zu versichern. Ein wunderbarer Roman, der einen nicht nur Traurigkeit, sondern auch viel Zuversicht und Liebe zum Leben schenkt.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Leben, was du fühlst
10,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Das Fünf-Schritte-Programm zur Versöhnung Kampf oder Flucht sind für die meisten von uns gewohnte Reaktionsmuster, um mit belastenden persönlichen Erlebnissen umzugehen - beides aber sind Strategien, die uns in unserem Schmerz gefangen halten. Doch es gibt noch einen dritten Ansatz: den Weg der Versöhnung. Walter Kohl war durch einen übermächtigen Vater, seine persönliche Gefährdungssituation im Zeichen des RAF-Terrorismus und den Freitod seiner Mutter selbst schweren emotionalen Erschütterungen ausgesetzt und weiß aus eigener Erfahrung: Um einen Menschen zu sich selbst zu bringen und ihm neue Lebenswege zu eröffnen, ist Versöhnung eine unerschöpfliche Quelle innerer Kraft. Eine große, heilende Kraft, die wir allerdings zuerst entdecken, dann zulassen und schließlich bewusst aktivieren müssen. In diesem Praxisbuch zu seinem Bestseller Leben oder gelebt werden beschreibt Walter Kohl, wie jeder lernen kann, seine persönlichen Probleme zu erkennen, sie zu bearbeiten und so weit zu klären, dass neuer innerer Frieden möglich wird und neue Tatkraft entsteht. Von überragender Bedeutung dabei ist, wie wir uns zu unseren Gefühlen stellen. Und zwar zu allen Gefühlen - nicht nur den schönen und angenehmen. Eine unabdingbare Voraussetzung, um diese innere Freiheit zu erlangen, ist vollständige Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Aber das ist noch nicht alles: Der wertvollste Schlüssel, den Walter Kohl dem Leser in die Hand gibt, ist ein ausgereiftes und vielfach erprobtes Fünf-Schritte-Programm, mit dessen Hilfe der Weg der Versöhnung gegangen werden kann. Versöhnung mit der eigenen Vergangenheit - der Weg, um das Leben leichter und erfüllter zu machen!

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Selbstmörder
19,80 € *
ggf. zzgl. Versand

In diesem kulturgeschichtlich einmaligen Kompendium des deutschen Bohème, Schriftstellers und Malers Emil Szittya gelingt es ihm nachzuweisen, daß alle Statistiken und Ursachen über den Freitod wie Geistesstörung, Krankheit, Sorge, Furcht, Lebensüberdruß, Vermögensverhältnisse, Verlust von Angehörigen und häuslicher Kummer nur einen relativen Wert haben und der Selbstmord ein komplexes Phänomen ist, daß sich bisher allen wissenschaftlichen Deutungsversuchen entzog. Die menschliche Natur hatte in allen Zeitläuften ihre Grenzen, sie kann Leid, Freude, Schmerzen bis auf einen gewissen Grad ertragen, und geht zugrunde, sobald dieser überstiegen ist. Im Mittelpunkt steht in diesem Band das nicht zu enträtselnde Mysterium Mensch mit seiner Ansicht, daß der Selbstmord ein Vorrecht gegenüber dem Tier darstellt, das seinem Leben nicht wissentlich ein Ende setzen kann. Dabei wird ein Bogen geschlagen von der Frage, ob der Freitod ein Verbrechen an uns oder gegenüber der Gesellschaft ist und welchen Stellenwert aktive Sterbehilfe besitzt.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Das Jenseits ist kein dunkler Ort
18,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Keine Seele geht verloren. Die Frage nach dem Warum beschäftigt Hinterbliebene, die einen geliebten Menschen durch Suizid verloren haben, vermutlich am meisten. Schmerz und Schock sitzen tief. Vieles bleibt ungeklärt, da ein Abschiednehmen nicht möglich war. Steffany Barton kann mit Seelen, die ihren Tod selbst gewählt haben, kommunizieren. Viele von ihnen wenden sich an das Medium, um ihre Partner, Eltern oder Freunde zu trösten, ihren Übergang ins Jenseits zu erklären und ihnen Liebe zu schicken. Ein kraftvolles Buch, das den Angehörigen Trost spendet und Hilfe bietet, um einen plötzlichen Freitod besser zu bewältigen. Es verdeutlicht, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern die Seele ein neues, friedvolles Zuhause findet.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Suicide Attack
29,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Es ist die ´´Zärtlichkeit der Völker´´, die im Selbstmord-Attentat resultiert: Versöhnung mit ´´Kerneuropa´´, denn die Shoah ist der Kern Europas. Der einzelne, der sich opfert, um möglichst viele Menschen zu töten, verwirklicht die zeitgemäße Form von Gemeinschaft. Er opfert sich für einen realen oder imaginären Staat, vollführt in privatisierter Form, was nun einmal Sache der Volksgemeinschaft ist: Vernichtung um ihrer selbst willen. Nicht dieses Unbegreifliche ist zu begreifen, aber dessen Unbegreiflichkeit. Philosophieren heißt sterben lernen, sagt Montaigne: ´´Que philosopher c´est apprendre á mourir´´. Gegen diese Bestimmung, die alles offen läßt, wendet sich die deutsche Ideologie vom ´´Sein zum Tode´´ und der ´´Freiheit des Opfers´´, mit der Heidegger jeden zum Verhängnis bestimmt. So ist auch das Selbstmord-Attentat dem Freitod genau entgegengesetzt. Für den einzelnen kann die Zerstörung des eigenen Körpers der letzte Ausweg sein, Angst, Leere und Schmerz zu beenden. In diesem rein negativen Sinn ist der Selbstmord die Freiheit des Individuums. Ihn zum Mittel zu machen für Vernichtung, der alles zum Mittel wird, weil sie allein um ihrer selbst willen erfolgt, verkehrt diese Freiheit in ihr Gegenteil: Vollendung der politischen Gewalt - in einer Gesellschaft, die wesenhaft auf der Überflüssigkeit des einzelnen beruht.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Das absurde Dasein und der Tod. Camus´ Stellung...
12,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Veranstaltung: Seminar: Französischer Existenzialismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Albert Camus erblickte am 17.November 1913 in Mondovi das Licht der Welt. Bereits im Kindergarten lernte er lesen und schreiben. In sein Tagebuch schrieb der junge Camus: ´´Die Welt, in der ich mich am wohlsten fühle: der griechische Mythos.´´ Bereits zu Beginn der Dreißigerjahre dürstete der Autor nach sozialer Gerechtigkeit. Albert Camus wandte sich an den gedemütigten und erniedrigten, zerrissenen und ohnmächtigen Menschen. Er wies alle religiösen Tröstungen vehement zurück. So sehr der Philosoph sich auch dagegen wehrte, er galt bei seinen Zeitgenossen als der ´´Prophet des Absurden´´. Er war außergewöhnlich vielseitig talentiert. Die Palette reichte vom Dramaturgen, Regisseur, Schauspieler, Bearbeiter und Autor von Bühnenstücken, bis zum Verlagslektor, Romanschriftsteller, Philosophen, Journalisten, Essayisten und Erzähler. Der Freitod war für Camus niemals nur ein theoretisches Problem. Er wurde von ihm immer wieder in seinen Essays behandelt. Das Thema des Suizids ist stark geprägt von persönlich durchlittenen Erfahrungen, welche ein wichtiger Impuls für seine literarischen Arbeiten waren. Der Freitod wird in Camus` Werken dezidiert verabscheut. Die Selbsttötung wird für ihn zu einem Luxusphänomen, zu einem typischen Problem von Übergesellschaften. Und die dazu gestellten Fragen müssen wohl jenen Existierenden, die um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen, äußerst fremd vorkommen. Für den Denker Camus ist der Freitod der Ernstfall des Lebens und Sterbens. Eine Entscheidung also, die nicht unbesonnen getroffen werden soll. Eine nachvollziehbare Anregung zur Selbsttötung ist die Fruchtlosigkeit des Leidens. Bei einer unheilbaren Krankheit, welche mit unerträglichen Schmerzen verbunden ist, kann der Existierende durch Selbstmord dem Martyrium ein Ende setzen. Der Freitod wäre in diesem Fall nach Camus der ´´äußerste Akt eines freien Individuums´´. Camus Maxime ´´vivre le plus´´ ist eine Aufforderung zur Bejahung des Lebens, eine Botschaft des Glücks. Jede Erfahrung, die wir machen, bereichert das Dasein. Der Schriftsteller fordert vom Menschen so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln, das Leben und Sterben wieder zu erlernen. Schrieb er doch, es gilt nicht ´´so gut wie möglich, sondern so lange wie möglich zu leben.´´ Größe und Würde bewahrt derjenige, der am Leben festhält. Es gilt nicht aus freiem Willen von dieser Welt zu scheiden, sondern unversöhnt. Der Suizid ist für Camus zu verabscheuen, da der Beweggrund dafür meist ein Nichtbegreifen der Welt ist.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Traumsammler (eBook, ePUB)
9,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Mit einer Geschichte aus alter Zeit eröffnet Khaled Hosseini seinen lang erwarteten neuen Roman. Das Märchen wird Leitmotiv des Buches werden, denn darin liefert ein armer Bauer einen seiner Söhne einem Dämon aus. Das Opfer hilft, all die anderen Kinder zu verschonen, doch die Entscheidung vergiftet fortan das Leben des Bauern. Auch in ?Traumsammler? muss die kleine Pari mit vier Jahren ihre bitterarme Familie verlassen und wird von ihrem sie innig liebenden Bruder Abdullah getrennt. Die reiche Familie Wahdati in Kabul adoptiert sie Anfang der 1950er-Jahre. Die Idee dazu kam von Onkel Nabi. Der Schmerz, der Verlust, wird die Geschwister ihr Leben lang begleiten ? auch wenn Pari nicht bewusst erinnert, was ihr widerfahren ist. Immer ist da eine schreckliche Leere in ihr ? Bis hierhin verfolgen wir die Geschichte von Pari und Abdullah linear, dann bricht Hosseini die Erzählstruktur auf, wechselt Zeiten und Orte und präsentiert weitere Figuren und ihre Geschichte. Zum Beispiel Onkel Nabi und sein Leben in Kabul als Chauffeur und Diener Suleiman Wahdatis und seine schöne Frau Nila, die Eltern von Pari. Nach einem Schlaganfall des Hausherrn flieht Nila aus der unglücklichen Ehe nach Frankreich, und wir folgen ihr ? und Pari ? ins Paris der 1970er-Jahre. Dort führt sie eine Buchhandlung, schreibt Lyrik und betäubt ihre Sehnsucht mit wechselnden Liebhabern und Alkohol. Pari erfährt erst nach dem Freitod der Mutter, dass sie adoptiert bzw. verkauft wurde, Nila also nicht ihre leibliche Mutter ist. Dass sie einen Bruder hat, davon wird Pari erst viel später hören. Wir begegnen dem Exilafghanen Timur, der sich in seiner kalifornischen Heimat nach dem 11. September 2001 nur noch Tim nennt. Er ist zum ersten Mal nach fast 20 Jahren wieder in Afghanistan ? angeblich, weil er dem Land etwas zurückgeben möchte, in Wirklichkeit aber will er den Besitz der Familie zurückfordern. Sein unsensibles Auftreten in der ehemaligen Heimat ist ein wichtiges Thema bei Hosseini, genauso wie die Scham vieler Exilanten ob ihrer Unversehrtheit, ihres Wohlstandes im Westen und ihres Lebens dort in einer anderen Kultur. Was macht der Verlust der Heimat, die Zerstörung der Heimat, der Verlust von Traditionen mit Menschen? Welche Verwüstungen richtet die Entwurzelung an, welche Chancen birgt sie? Wie verändern sich Menschen im Krieg, durch den Krieg? Das sind die großen Fragen, die Hosseini in ?Traumsammler? anhand seiner Figuren erzählt und umkreist. Idris, Arzt und Exilafghane, kämpft ebenso damit. Er kehrt von einem Besuch aus Kabul zu seiner Familie in die USA zurück und spürt, dass seine Söhne keine Verbindung mehr zu dem Land haben, in dem er geboren wurde. Sie spielen lieber Nintendo, als länger den Erzählungen ihres Vaters über zerbombte Schulen oder das zwischen Trümmern entstehende Fitnessstudio in Kabul zuzuhören. Eine neue Generation wird ein ganz anderes Leben führen ? das ist gut so und hinterlässt doch eine Leerstelle, mit der umgegangen werden muss. Alle Figuren in ?Traumsammler? gehen unterschiedlich mit diesen Verletzungen um und alle sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden. So wird auch das lose Band zwischen Pari und Abdullah nach 58 Jahren wieder fest geknüpft werden: Ein Brief ? Vermächtnis und Lebensgeschichte Onkel Nabis ? eröffnet Pari, dass sie einen Bruder hat. Überbringer der Nachricht: der griechische Arzt Dr. Markos Varvaris. Er gab seine Praxis in Athen auf, um sich um Kriegsverletzte in Kabul zu kümmern und lebt nun im Haus von Paris? Eltern in Kabul. Bruder und Schwester schließen sich nach fast 60 Jahren wieder in die Arme. In ?Traumsammler? beweist Khaled Hosseini, was für ein wunderbarer Geschichtenerzähler er ist. Ein moderner, anrührender und packender Roman über das Leben ? seine Verwüstungen, aber auch seine Wunder.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot
Traumsammler
19,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Mit einer Geschichte aus alter Zeit eröffnet Khaled Hosseini seinen lang erwarteten neuen Roman. Das Märchen wird Leitmotiv des Buches werden, denn darin liefert ein armer Bauer einen seiner Söhne einem Dämon aus. Das Opfer hilft, all die anderen Kinder zu verschonen, doch die Entscheidung vergiftet fortan das Leben des Bauern. Nach Jahren beschließt er, seinen Sohn zu suchen, und nach mühsamer Wanderung findet er den Dämon. Was er sieht, lässt ihn allerdings allein zurückkehren, denn sein Sohn scheint fröhlich, wohlgenährt und lebt inmitten anderer glücklicher Kinder, einem Paradies. Er hätte ihm all das nicht bieten können. Auch in ?Traumsammler? muss die kleine Pari mit vier Jahren ihre bitterarme Familie verlassen und wird von ihrem sie innig liebenden Bruder Abdullah getrennt. Die reiche Familie Wahdati in Kabul adoptiert sie Anfang der 1950er-Jahre. Die Idee dazu kam von Onkel Nabi. Der Schmerz, der Verlust, wird die Geschwister ihr Leben lang begleiten ? auch wenn Pari nicht bewusst erinnert, was ihr widerfahren ist. Immer ist da eine schreckliche Leere in ihr ? Bis hierhin verfolgen wir die Geschichte von Pari und Abdullah linear, dann bricht Hosseini die Erzählstruktur auf, wechselt Zeiten und Orte und präsentiert weitere Figuren und ihre Geschichte. Zum Beispiel Onkel Nabi und sein Leben in Kabul als Chauffeur und Diener Suleiman Wahdatis und seine schöne Frau Nila, die Eltern von Pari. Nach einem Schlaganfall des Hausherrn flieht Nila aus der unglücklichen Ehe nach Frankreich, und wir folgen ihr ? und Pari ? ins Paris der 1970er-Jahre. Dort führt sie eine Buchhandlung, schreibt Lyrik und betäubt ihre Sehnsucht mit wechselnden Liebhabern und Alkohol. Pari erfährt erst nach dem Freitod der Mutter, dass sie adoptiert bzw. verkauft wurde, Nila also nicht ihre leibliche Mutter ist. Dass sie einen Bruder hat, davon wird Pari erst viel später hören. Wir begegnen dem Exilafghanen Timur, der sich in seiner kalifornischen Heimat nach dem 11. September 2001 nur noch Tim nennt. Er ist zum ersten Mal nach fast 20 Jahren wieder in Afghanistan ? angeblich, weil er dem Land etwas zurückgeben möchte, in Wirklichkeit aber will er den Besitz der Familie zurückfordern. ?Er geht durch die Stadt, als wäre er hier zu Hause, klopft Einheimischen großspurig auf den Rücken, nennt sie Bruder, Schwester, Onkel, bläst sich mächtig auf, wenn er Bettlern Geld gibt, scherzt mit alten Frauen, die er mit Mutter anredet und dazu bringt, ihre Geschichte vor laufendem Camcorder zu erzählen, indem er sich betroffen gibt und so tut, als wäre er einer von ihnen, als hätte er das Land nie verlassen und nicht in San José im Fitnessstudio Gewichte gestemmt, während diese Menschen bombardiert, massakriert und vergewaltigt wurden.? Dieses unsensible Auftreten von Timur in der ehemaligen Heimat ist ein wichtiges Thema bei Hosseini, genauso wie die Scham vieler Exilanten ob ihrer Unversehrtheit, ihres Wohlstandes im Westen und ihres Lebens dort in einer anderen Kultur. Was macht der Verlust der Heimat, die Zerstörung der Heimat, der Verlust von Traditionen mit Menschen? Welche Verwüstungen richtet die Entwurzelung an, welche Chancen birgt sie? Wie verändern sich Menschen im Krieg, durch den Krieg? Das sind die großen Fragen, die Hosseini in ?Traumsammler? anhand seiner Figuren erzählt und umkreist. Idris, Arzt und Exilafghane, kämpft ebenso damit. Er kehrt von einem Besuch aus Kabul zu seiner Familie in die USA zurück und spürt, dass seine Söhne keine Verbindung mehr zu dem Land haben, in dem er geboren wurde. Sie spielen lieber Nintendo, als länger den Erzählungen ihres Vaters über zerbombte Schulen oder das zwischen Trümmern entstehende Fitnessstudio in Kabul zuzuhören. Eine neue Generation wird ein ganz anderes Leben führen ? das ist gut so und hinterlässt doch eine Leerstelle, mit der umgegangen werden muss. Alle Figuren in ?Traumsammler? gehen unterschiedlich mit diesen Verletzungen um und alle sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden. So wird auch das lose Band zwischen Pari und Abdullah nach 58 Jahren wieder fest geknüpft werden: Ein Brief ? Vermächtnis und Lebensgeschichte Onkel Nabis ? eröffnet Pari, dass sie einen Bruder hat. Überbringer der Nachricht: der griechische Arzt Dr. Markos Varvaris. Er gab seine Praxis in Athen auf, um sich um Kriegsverletzte in Kabul zu kümmern und lebt nun im Haus von Paris? Eltern in Kabul. Bruder und Schwester schließen sich nach fast 60 Jahren wieder in die Arme und Pari weiß nun, dass ihr Gefühl, ?dass

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
Zum Angebot